Nach einem Begrüssungsdrink im wunderbaren Garten der Villa hiess SHVF-Präsident Bernhard Taeschler die Anwesenden Club- sowie einige Pressvertreter im Konferenzsaal willkommen. Taeschler informierte über Neuigkeiten aus der SHVF und aus der internationalen Organisation FIVA. Diese hat eben ihren Hauptsitz von Brüssel nach Turin verlegt, was nicht ganz ohne Friktionen ging. Leichte Konsternation war bei den SHVF-Vertretern wegen der FIVA-Pässe zu erkennen. Aktuell ist es nicht möglich FIVA-Pässe auszustellen, weil es schlicht keine gedruckten Zertifikate mehr gibt. Die FIVA in Turin habe jedoch zugesichert, diesen Missstand zeitnah zu beseitigen und die dringend benötigten Drucke in die Länderorganisationen zu schicken, versicherte Taeschler.
Neben einem Rückblick ins laufende Jahr wurden auch bereits einige Schwerpunkte für 2019 vorgestellt. Erstmals durchgeführt werden im nächsten Jahr die Historic Vehicle Days. Am Wochenende vom 27. und 28. April 2019 sollen der Öffentlichkeit historische Fahrzeuge näher gebracht werden. Die Clubs sind aufgerufen an diesem Wochenende Anlässe durchzuführen. Sammler und Museen sollen ihre Garagen der Öffentlichkeit zugänglich machen usw.
Als Gastreferent war Philipp Müller ins Widenmoos gekommen. Der Ständerat und frühere FDP-Präsident hat als früherer Rennfahrer Benzin im Blut. Er rief die Anwesenden auf, dafür zu sorgen, dass klassische Fahrzeuge als Kulturgut wahrgenommen und geschützt werden. Schliesslich zählten die rund 120 Mitgliederclubs der SHVF zusammen über 40000 Mitglieder. Von einer solchen Zahl könnten viel politische Vereinigungen und sogar Parteien nur träumen, so Müller. Dabei beliess es Müller nicht bei vagen Worten. Nein, der gestandene Politiker hielt für die Anwesenden praktische Tipps bereit, wie sich die Liebhaber klassischer Autos in Bern am besten Gehör verschaffen. Diese Tipps wurden zustimmend aufgenommen und man darf gespannt sein, wie sie in die Realität umgesetzt werden.
Beim anschliessenden Apéro konnten clubübergreifende Kontakte geschlossen und gepflegt werden. Es war interessant zu sehen, wie sich andere Markenclubs organisieren. Und es war ein gelungener, vielschichtiger Anlass.